Die erste reguläre Sitzung der neuen Amtszeit.

Zunächst gab es aber einen Lehrvortrag im Rahmen einer Habilitation zum Thema "Das Hertzsche Kontaktproblem" aus der Reibungsmechanik. Spannend und auch gut rübergebracht. Für heftige Mechanik sehr verständlich und anschaulich erklärt. Wer schon immer mal wissen wollte, was passiert, wenn, zwei aus dem Vollen gefräste, Todessterne zusammenstoßen oder ob sich eine schwere oder leichte Bowlingkugel länger dreht, bekam eine Antwort. Und auch die Antwort warum.

Danach folgte die reguläre Sitzung des Fakultätsrates.

Diverse Formalien wurden im Block behandelt. Der Punkt ist normalerweise leer. Da es hauptsächlich eben Formalien waren und Dinge, die schon längst besprochen waren, geht das mit der Blockabstimmung schneller. Eine Neuerung zu bisherigen Amtszeiten.

Ein Antrag für eine Innovationsprofessur vom IWF kam wohl zu spät für den Fakultätsrat, was aber auch am Termin der Sondersitzung lag. Der Antrag wurde vom IWF dann auch zurückgezogen. Aus unserer Sicht wäre der auch nicht zustimmungsfähig gewesen. Z.B. Die Internationalität der Professur mit der Verwendung von englischen Fachbegriffen zu begründen und für den Wettbewerb mit anderen Unis anzuführen, dass ein Namensbestandteil nirgends sonst auftaucht ist schon echt schwach, dazu kommt noch die nicht vorhandene Beschreibung der Lehre, die es geben sollte. Das kann das IWF auch besser.

Aber zurück zu den behandelten Punkten.

Diverse Beauftragte der Fakultät und Mitglieder der Kommissionen mussten neu gewählt und bestimtm werden. Für die Berufungskommissionen wurden logischerweise die bisherigen Mitglieder bestätigt. Die sollen ja das Verfahren zuende führen können. Muss aber formal neu beschlossen werden.

Da aufgefallen ist, dass die Strategie AG nicht mehr wirklich arbeitsfähig ist und das eher ander Struktur, als an den Leuten liegt, soll ein neues Verfahren zur strategischen Planung ausprobiert werden.
Grob sollen die Institute sich selbst Gedanken machen und das dann in eine Gesamtstrategie der Fakultät zusammengeführt werden. Dazu soll es eine Klausurtagung des Fakultätsrates geben und im gesamten Prozess auch mehr als nur die Gremienvertretungen eingebunden werden. Ganz am Ende soll noch eine große Präsentation und Diskussion im Fakultätsrat stehen. Konkrete Vorschläge dazu will das Dekanat dann demnächst mal machen. Wir sind gespannt und erwarten nicht allzuviel davon. Man kennt ja seine Pappenheimer.

Die Ausbildungskommission muss natürlich auch neu besetzt werden. Dazu gab es einige Konfusuion bei den WiMis.
Wir werden uns demnächst hoffentlich endlich mit der anderen Studiliste treffen und mal sehen, wie die Besetzung aussehen wird. Bis dahin bleibt erstmal die alte AK im Amt.

Es wird am 05.07.2017 eine weitere Sondersitzung geben. Da auf der letzten Sondersitzung sehr viele ungewöhnliche Professuren behandelt wurden, war keine Zeit mehr für die reguläre Sondersitzung zur Zuweisung von Professuren. Daher ein zweiter Termin. Behandelt werden die vorgezogenen Neubesetzungen der Raumfahrttechnik und der Neuroergonomie.

Die Verteilung der Haushaltsstellen für WiMis wurde mal wieder beschlossen. Wie bisher erfolgt die Verteilung nach der 70:30 Formel. Mehr Infos dazu gibt es in einem Semesterrundschreiben.

Es gab Anträge auf zusätzliche Tutorenstellen. Daraufhin entbrannte eine diskussion über die Tutorenverteilung auf Fakultätseben und zentraler Ebene. Ein wesentliches Problem ist, dass die zentrale Verteilung noch von 2012 ist und seitdem nicht mehr aktualisiert wurde. Das wird wohl auch frühestens in 1,5 Jahren passieren. Momentan laufen dazu diverse Gespräche. Das entspricht jedenfalls schon lange nicht mehr der Realität und neu hinzugekommene Module sind gar nicht betrachtet.
Die Tutorenstellen wurden genehmigt.

Es folgte der vertrauliche Teil.

Darin gab es eine größere  und teils etwas absurde Diskussion um die Verlängerung von WiMis für die Promotion über die regulären fünf Jahre hinaus.

Und es gab die schriftliche Antwort auf unsere Anfrage zur Rüstungsforschung an der Fakultät, die wir zur letzten Sitzung gestellt hatten. Die Vertraulichkeit wurde damit begründet, dass sonst jeweils die Projektverantwortlichen gefragt werden müssten, ob sie die Forschungsinhalte öffentlich machen, bevor die Frage beantwortet werden könnte. Naja. So sieht das jedenfalls wohl die Rechtsabteilung.
Daher gibt es hier auch keine Inhalte zu lesen.
Was aber geht ist die Zusammenfassung:

Es gibt keine Rüstungsforschung an der Fakultät. Schlimmstenfalls Grundlagenforschung, die Dual-Use-möglich wäre, wenn man denn darauf eine Anwendung erforscht. Also weit weg von jeglicher konkreten Anwendung. Insofern eine positive Antwort. Wenn auch schade, dass wir da nicht konkreter werden können.

 

RN